Six-Feet-Guard from Georgtown, No.Three Allen Iverson. So wurde die Homecoming-Queen Iverson vorgestellt. Der lief darauf zur des Mitte des Courts, kniete nieder und küsste das Sixers-Logo und verbeugte sich vor den jubelnden Fans. Man hatte das Gefühl, jeder der Hallenbesucher hatte sein altes Allen Iverson-Trikot herausgeholt.
Zwei Dinge erhoffte man sich von Iversons Rückkehr. Mehr Zuschauer und Playoffs. Normalerweise verlaufen sich nur rund 12.000 Zuschauer in das Wachovia-Center zu Philadelphia, mit AI gab es diesmal ein ausverkauftes Haus zu vermelden. Die erste Mission erfüllte er also bereits. Trotz all des verbreitenden Glanzes, bleiben die Sixers aber doch ein höchst mäßiges Team. Iverson selbst merkte man die einmonatige Spielpause an. In seiner Phase des Ruhestands trainierte er sicherlich noch weniger als üblich. Aber was heißt bei Iverson noch weniger als üblich? Der traditionell trainingsfaule Iverson müsste demnach wohl sogar gezielt Trainingseinheiten eingelegt haben um außer Form zu kommen….
Iverson ist natürlich dafür bekannt auch ohne Training gute Leistungen abzuliefern. Ob er das Team aber erfolgreicher werden lässt, bleibt fraglich. Gegen sein Ex-Team aus Denver (Umarmung mit Melo Anthony) harmonierte er ziemlich gut mit Power Forward Elton Brand, der bisher von den Sixers-Mitspielern oftmals ignoriert wurde. Insgesamt verteilte er sechs Vorlagen, verursachte nur einen Turnover in 38 Minuten und störte die Ballbewegung im Angriff kaum.
Iverson ist ein emotionaler Typ. Als er im Weiß-blau-roten Trikot der Sixers in die Arena einlief und ihm diie Massen zujubelten, war dies sicherlich Balsam auf die geschundene Seele. Während Iverson im Spiel aber eher blass blieb, waren die restlichen Sixers offenbar stark motiviert. Der andere AI – Andre Iguodala – lieferte eine furiose erste Hälfte ab. Und auch Sam Dalembert verursachte fantastische sechs Blocks in den ersten 24 Minuten. Im zweiten Durchgang wurde dann natürlich schnell offensichtlich, dass Denver ein echter Contender ist, während Philly im Osten nur vor den Ein-Sieg-Nets stehen.
So viel wurde also klar. Der künftige Hall-of-Famer bringt noch einmal nostalgische Gefühle und überdurchschnittliche Leistung nach Philadelphia. Mehr wird aber auch ein topfitter, mittlerweile 34-jähriger Allen Iverson nicht erreichen.