Eigentlich reiste man ja den Hornissen nach… Die alte Nemesis (New Orleans Hornets) konnte ein weiteres Mal nicht bezwungen werden. Doch noch anderes geschah letzte Nacht. Nicht zuletzt hatte Mark Cuban ein unwiderstehliches Angebot vorliegen…
Es ist ja weithin bekannte Methode der Trainer, in das dritte Viertel mit der “Starting Five” zu beginnen. Auch Dallas-Coach Rick Carlisle praktiziert dies so. Macht Sinn, ein starker Scorer von der Bank, in Falle der Mavs ist das Mikrowelle Jason Terry, bringt noch einmal Schwung (Second Punch) in das Spiel.
Auch nach dem Ausfall der SG-Starter Josh Howard und Quinton Ross wollte Carlisle nicht auf das bewährte System verzichten. Rookie Roddy Beaubois rutschte hoch, machte seinen ersten Start in der NBA und verdankte dies mit den ersten neun Punkten der Mavs. Erst als im Startviertel noch fünf Minuten auf der Uhr waren, kam Terry zum Einsatz. Im dritten Viertel erhielt der Franzose die gleichen Einsatzminuten blieb dabei aber blass.
Blass blieb auch Dirk Nowitzki. Nach seiner Gala am Vortag (de facto dürften es nur rund 25 Stunden Pause gewesen sein) wurde ein ums andere Mal vom Finesse-Spieler David West genarrt. Nowitzki versbschiedete sich drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit sechs Fouls vom Spielfeld. Großes Lob muss an Wests Leistung gezollt werden. Zweites Lob geht an den Ex-Berliner Bobby Brown (18 Punkte von der Bank). Drittes Lob geht an Chris Paul. Dieser kann von Dallas traditionell nicht gezähmt werden. Ich hoffte Beaubois könne ihn wenigstens etwas ärgern, aber Carlisle hetzte ihn nicht lange genug auf CP3 um sich ein Urteil bilden zu können. Paul wurde diesmal schnell dazu abkommandiert den bestens aufgelegten Jason Terry (35 Punkte) zu decken.
Was ist eigentlich in Erick Dampier gefahren? Er spielt so wie in seinem letztes “conract year”… Ja, das dürfte zugleich seine engagierte Spielweise erklären. Der mit gemächlichen Tempo agierende Emeka Okafor kam seiner Spielweise sicherlich entgegen. Dampier holte sich unglaubliche 7 Offensiv-Rebounds, laut espn.com verwerteten die Mavs sechs dieser zweiten Chancen! Insgesamt sammelte er 16 Punkte und 14 Rebounds ein. Mehr kann von einem Center nicht verlangt werden. Zusammengefasst: Viele verletzte Spieler, Dirk schwach, Marion mit schlechtesten Auftritt* als Mav, Terry und Damp hervorragend.
Der Sieg war vor Augen. Hornets-Coach Byron Scott schenkte Dallas einen Freiwurf per unnötig vorlauter Klappe und folgendem Technischen Foul. Doch auch dieses Geschenk lehnten die Mavericks ab. Terry und J.J. Barea verwerteten nur einen (!) von fünf Freiwürfen in den letzten 13 Sekunden. Peja Stojakovics Dreier sicherte den Hornets die unverhoffte Overtime. Dort war man dann, so ganz Dirklos, ohne Chance.
Der verschenkte Sieg macht dennoch Mut. Die Hornets wirken wahrlich nicht mehr unschlagbar. Sorgen bereitet dagegen Jason Terrys “Freiwurfschwäche”. Den Karriereschnitt von 84% konterkariert er heuer mit 74%.
Ach ja, und das Angebot an Mark Cuban. Er ist hauptberuflich natürlich Basketball-Fan, nebenbei aber auch Business-Man. Hier ein lukratives Angebot, welches ihn per Mail erreichte: Klick.
Die Pacers holten sich…
…bei den New York den ersten Saisonsieg. Beachtlich dabei, dass Indiana diesmal feinsten Small Ball ablieferte. Danny Granger und Dahntay Jones versuchten sich an einer Light-Version eines Power Forwards. Gegen die aktuellen Knicks unter D’Antoni kann eigentlich alles gespielt werden. Als Danny Granger mit sechs Fouls auf der Bank Platz, übernahm der bis dahin schwache TJ Ford und scorte 8 Zähler im unwiderstehlichen Endspurt der Pacers. Erwähnenswert: Der Ausfall von Troy Murphy bedeutete gleichzeitig mehr Spielzeit für Brandon Rush, der sich gleich für weitere Aufgaben zu empfehlen wusste. Schön auch, dass Roy Hibbert endlich erwacht. “Zu langsam für die NBA”, “kein Entwicklungspotential mehr” waren die Attribute die seinen NBA-Eintritt begleiteten…
Kein Team spielt derzeit besseren Basketball als die Boston Celtics. Dass sie nun gegen Minnesota mehr Mühe als gedacht hatten, lag am Ukrainer Oleksey Pecherov. 22 Punkte und 8 Rebounds in 34 Minuten. Mid-Range-Jumper, einen Dreier, sicher von der Freiwurflinie. Der Seven-Footer erinnerte an Dirk Nowitzki. Bis zur Rückkehr von Kevin Love wird man wohl noch mehr vom 24-jährigen Pecherov sehen können. Er hat sich nach guten Leistungen in der Pre-Season den Startplatz nun endgültig gesichert.
Ehrlich, man muss sie einfach lieben diese Rockets. So völlig ohne Stars kämpfen und beißen sie sich recht erfolgreich durch die NBA. Die “underperformenden” Lakers wurden dabei an den Rand einer Niederlage gebracht. Ex-Laker Trevor Ariza erzwang per Dreier eine Overtime. Kobe Bryant hatte noch die Möglichkeit den Siegtreffer anzusetzen, Chuck Hayes schlug ihm jedoch den Ball aus den Händen. Erst zum Ende der Verlängerung (Hayes und Scola waren da bereits ausgefoult) sicherte Andrew Bynum mit 3/4 Freiwürfen den Sieg des Favoriten. Kobe Bryant legte dem heuer inflationären Auftauchen von 40 Punkte-Spielen ein weiteres Beispiel hinzu. Nach der durchaus packenden Playoff-Serie aus dem Vorjahr, also wieder eine spannende Partie -> neue “rivalry”
- Übrigens, wer ist bisher der beste Bankspieler? Al Harrington mit 24,5 ppg oder doch eher Jamal Crawford mit deren 17.8 ?
- Kevin Martin kann doch mehr als nur scoren. 11 Rebounds erkämpfte er sich gegen die Hawks.
- Allen Iverson mit seinem Debüt als Grizzly-Bär. 18 Punkte, 7 Assists und “nur” 4 Ballverluste von der Bank. Er bekam genau die 28 Minuten Spielzeit, die die Starter Mayo und Conley übrig ließen. Grizzly-Rookie Thabeet führt derweil das Rookie-Ranking an…von unten. Peinliche 0,5 Punkte, 2 Rebounds pro Spiel und erst ein Field Goal insgesamt.
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